Das Söldnerwesen im 21. Jahrhundert

Do, 12. Nov. 2020

Das Geschäft mit der Privatisierung des Krieges boomt nach wie vor. Seit dem Ende des Kalten Krieges erledigen private Sicherheitsfirmen vermehrt Aufgaben, welche die staatlichen Armeen selbst nicht übernehmen können oder wollen und greifen so in das geopolitische Geschehen ein. Sie verdienen dabei viel Geld und ernten Kritik. Das Phänomen der privatisierten Gewaltanwendung ist jedoch beileibe nicht neu.

Wm Ruben Loke

Das heutige Selbstverständnis von verstaatlichter Gewaltausübung ist ein irreführendes, ja sogar utopisches Verständnis von organisierter Gewalt. Von den Zehntausend der griechischen Antike, über die Reisläufer und Condottieri des Mittelalters bis hin zu den Handelskompanien der Neuzeit, das Verfolgen ökonomischer und politischer Interessen ging stets Hand in Hand mit dem…

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